Was ist das CARA?

Das belgische Zentrum für Fahrtüchtigkeit und Fahrzeuganpassungen (CARA) bewertet, welchen Einfluss Ihre medizinischen Beschwerden auf Ihre Teilnahme als Fahrer/in am öffentlichen Verkehr haben. Das CARA ist seit 1998 (belgisches Gesetz vom 23. März 1998 und Ministerialerlass vom 27. März 1998) gesetzlich als die einzige Genehmigungsbehörde für die Beurteilung der Fahrtüchtigkeit von Menschen mit einem Handicap anerkannt. Das Zentrum beurteilt alle Funktionen, welche für das Fahren von Motorfahrzeugen wichtig sind und wofür Sie einen Führerschein benötigen. Zu diesen Handicaps gehören:

  • eine Verminderung der funktionellen Fertigkeiten, nach einer Beeinträchtigung des Bewegungsapparats;
  • eine Erkrankung des zentralen oder des peripheren Nervensystems;
  • jede andere Erkrankung, durch die eine Beschränkung der motorischen Kontrolle, der Wahrnehmung, des Verhaltens oder des Urteilsvermögens entsteht.

Wenn ein Arzt eines der oben stehenden Krankheiten feststellt, wird er Sie an das CARA überweisen. Das CARA wird eine Fahrtauglichkeitsbewertung ausführen. Und es kann auch ausnahmsweise eine Fahrtauglichkeitsbescheinigung ausstellen, an Bewerber für einen Führerschein, die (bestimmte) die visuelle Kriterien (Gesetz vom 23. März 1998, Beilage 6, III, Par. 2.3.2 und 3.2.2) nicht mehr erfüllen.

Die Fahrtauglichkeitsbewertung ist ein kritischer Balanceakt zwischen den rechtlichen Bestimmungen und dem Wunsch nach individueller Mobilität sowie der allgemeinen Verkehrssicherheit. Während einer Fahrtauglichkeitsbewertung bestimmt ein fachübergreifendes Team von Ärzten, Psychologen und Fahrexperten die Auflagen und/oder Einschränkungen Ihres Führerscheins sowie eventuelle Anpassungen, die an Ihrem/en Fahrzeug(en) ausgeführt werden müssen.